Woher kommen wir?
Der Kinderschutzbund Würselen ist aus einer Elterninitiative entstanden. Im März 1980 gründeten engagierte Familien im Raum Herzogenrath und Würselen einen Ortsverband – aus 60 Mitgliedern wurde ein fester Teil dieser Stadt.
Von einer Idee zu einem Verein
Ausschlag gab ein Vortrag von Professor Zielinski an der Volkshochschule. Einige Ehe- und Elternpaare – darunter Gitta und Jochen Stauder, Klaus Dumke, Angelika Meyer und das Ehepaar Eva und H. J. Mertens – fanden sich zusammen, um im Nordkreis eine Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbundes zu gründen.
Erste Vorhaben: der Kinderkompaß als Wegweiser durch Kindergärten, Jugend- und Initiativgruppen, eine Spielgruppe für Eltern mit Kleinkindern und die Hausaufgabenbetreuung ausländischer Kinder in Tellebenden.
Ein leerer Bahnhof wird zum Spielparadies
Nach der Stilllegung der Strecke stand das Bahnhofsgebäude leer. Eine Mütterinitiative gab ihm eine neue Aufgabe: Wo früher auf den nächsten Zug gewartet wurde, tummelte sich nun eine Spielgruppe.
Mit Einverständnis der Bundesbahn, viel ehrenamtlicher Arbeit und rund 100 Mark Miete im Monat entstanden 60 Quadratmeter Spielfläche – ein Bild, das für den ganzen Verein steht.
Stationen aus über vier Jahrzehnten
Von der ersten Arbeitsgruppe bis zu einem anerkannten Fachverband.
1979/80
Ein Vortrag bringt Eltern zusammen
Im Raum Herzogenrath und Würselen wächst eine Arbeitsgruppe auf rund zehn Aktive. Erstes öffentliches Auftreten in der Gaststätte Milles in Niederbardenberg.
1980
„60 Mitglieder und ein Haufen Ideen"
Die Gründungsversammlung beschließt den Ortsverband Herzogenrath/Würselen. Erste Vorsitzende: Eva Mertens, Geschäftsführerin Gitta Stauder, Kassierer Klaus Dumke.
„Startkapital: 60 Mitglieder und ein Haufen Ideen."Aachener Nachrichten, 1. November 1980
1980
Jetzt können die Kinder ihren Bahnhof erobern
Im stillgelegten Bahnhof zieht die Spielgruppe ein – nach einem halben Jahr Raumsuche macht die Bundesbahn den Vertrag perfekt. Zur Eröffnung ein Luftballonwettbewerb; der Siegerballon flog 360 Kilometer weit.
1983
Gut erhaltene Kleidung gehört nicht in den Abfall
Gebrauchte Kinderkleidung gegen eine Anerkennungsgebühr – anfangs skeptisch beäugt, dann ein großer Erfolg und zugleich Anlaufstelle bei familiären Sorgen.
1983
Zeugnistelefon, Hausaufgabenhilfe & Spielstube
Ein Zeugnistelefon gegen Prüfungsangst, dazu ab September eine kostenlose Hausaufgabenbetreuung und eine Spielstube für Kinder ohne Kindergartenplatz.
1984
Stimme für Kinder in der Öffentlichkeit
Der Verein trägt die Bundesthemen in die örtliche Presse: „Die neuen Medien" (1983) und „Beziehungsmangel in der Überflussgesellschaft" (1984).
Für türkische Kinder – und die Familienhilfe
Betreuung türkischer Schul- und Kindergartenkinder in Tellebenden und im Deutsch-Türkischen Gemeindehaus. Mitte der 1980er nimmt die Sozialpädagogische Familienhilfe ihre Arbeit auf.
1996
Ein eigener Kindergarten – und ein Treffpunkt mitten in der Stadt
Aus der Spielgruppe wird ein zweigruppiger Regelkindergarten (Montessori). Der Kleiderladen zieht als „Schatztruhe" in die Lindenstraße. 135 Mitglieder, fünf Fachkräfte – der Verein ist aus der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Wer uns geführt hat
Zehn Vorsitzende haben den Verein ehrenamtlich geprägt. 1984 wurde aus dem Ortsverband Herzogenrath/Würselen der Ortsverband Würselen im Bezirk Alsdorf/Herzogenrath/Würselen.
Eva Mertens
Brunhilde Winden
Rosemarie Kuhn
Rainer Diehl
Martin Schulz
Armin Carduck
Norbert Maubach
Stefanie Müller-Krähling
Dr. Toni Gülpen

Jürgen Schulz-Wachler
Amtszeiten aus dem Vereinsarchiv abgeleitet (jeweils bis zur nächsten Wahl).
Aus Geschichte wird Zukunft
Was mit einer Handvoll Eltern begann, trägt bis heute. Werden Sie Teil davon – als Mitglied, im Ehrenamt oder mit einer Spende.
Der Verein & Vorstand EhrenamtQuellen: Vereinsarchiv des OV Würselen · Aachener Nachrichten, Aachener Volkszeitung, Würselener Anzeiger (1980–1984) · Jahresabschluss 1985 · Paritätischer / WAZ (1996). Porträts aus dem Vereinsarchiv.