Herbst- Ferienspiele

Der erste Tag der Ferienspiele bei den “Gouleykids” hat mit schönen Wetter begonnen. So konnten die Kinder sich in der freien Natur aufhalten. Thema waren heute “Gouleykids” TShirt herstellen und dann nachmittags im Gouleyspark – Spielen, Toben , Klettern, Balancieren, Schnitzeljagd im Wurmtal.

Neues Handlungsfeld im Rahmen von Gouleykids-Projektes

Gouleykids@digital“ soll auf 4 Säulen stehen:

Unser Förderantrag bei der Stiftung Wohlfahrtspflege (www. sw-nrw.de) zum Sonderprogramm “Zugänge erhalten – Digitalisierung stärken” wurde genehmigt.

Die Zuwendung ist für die Durchführung des Vorhabens Gouleykids@digital – Vernetzung, Qualifizierung und Erweiterung von digitalen Kompetenzen im Quartier ” bestimmt, welches vom 01. 11.2020 bis zum 31.10.2021 (Durchführungszeitraum) durchgeführt wird

 „Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW”
  1. Unterstützung von Kindern mit Hilfe von digitalen Medien bei
  1. Schulischen Herausforderungen: Eine Erfahrung aus der Corona Zeit ist, den digitalen Bereich für Kinder bei der Erledigung ihrer schulischen Aufgaben stärker zu nutzen. Hierbei möchten wir die Kinder und Jugendlichen unterstützen.
  2. Förderung von Sprachkompetenz: Wir möchten digitale Sprachförderprogramme einsetzen um – neben dem gelebten Umgang mit Sprache – das Erlernen der Sprache gezielt fördern zu können.
  3. Förderung von Medienkompetenz für digitale Kommunikationsmittel: In Gruppen zum Thema “online-fit“ soll der verantwortliche Umgang mit social media erlernt bzw. vertieft und Anleitungen zur Erstellung z.B. eigener Videos, Clips und Bilder vermittelt werden.
  4. Förderung von Sozialkompetenz:Werte-Navi für die digitale Welt – ethische Gesichtspunkte vermitteln

2. Beratung und Schulung für Eltern und Familien

 Aufbau eines online-Beratungsangebotes für Familien in Krisensituationen

  1. WhatsApp – „Notruf“
  2. FAQs auf der Homepage/Facebook
  3. Tipps für den Alltag
  4. Anschaffung einer sicheren Software für Video-Gespräche, zusätzlich zur ersten telefonischen Beratung.    
  5. Veranstaltungen für Eltern in Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas in Morsbach zum Umgang mit den Inhalten im Internet – Stichwort „Netzsicherheit“
  6. Entwicklung und Umsetzung eines pädagogischen Konzepts (Vortragsreihe) zum Thema „Cybermobbing“

3. Entwicklung von Angeboten zur gesunden Ernährung für Familien

  1. Digital abrufbare Rezepte und Zusammenstellung von einfachen, gesunden Mahlzeiten
  2. Etablierung eines digital vermittelten Angebots der Sharing Economie, z.B. Food-Sharing, Nachbarschaftsgärten etc. Hier sollen Ehrenamtler*innen zur Begleitung gewonnen werden, die Standorte suchen und die Begleitung der Schränke übernehmen. Auch muss ein Grundstück gefunden werden, das von Menschen im Viertel als Garten genutzt werden kann und durch Begleitung und Management koordiniert wird.

4. Entwicklung eine Quartiertreffs,

in dem Informationen und Kontakte analog und digital gesammelt und bereitgestellt werden. Ehrenamtler*innen werden zu Quartierslotsen ausgebildet  und sollen hilfreich zur Seite stehen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Kommunikation und Absprachen können u.a. über eine zu entwickelnde Quartiers App geführt werden.

Gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW’.

Herbst – Ferienspiele bei den Gouleykids

In den Herbstferien finden bei uns von dem 19.10 bis einschließlich dem 22.10 Ferienspiele statt.

Es wird eine Mischung aus kreativen und Bewegungungs- Angeboten geben und natürlich Angebote, die das soziale Miteinander stärken.

Wir freuen uns auf Euch….

Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppe

Der Kinderschutzbund e.V. Würselen hat eine Kooperation mit der Selbsthilfegruppe “ehemalige Heimkinder in der Städteregion Aachen” www.sehka.org abgeschlossen.

Vorstellung der SHG : Ehemalige Heimkinder

Hilfe für Betroffene

Ernst Christoph Simon weiß, wovon er spricht. Er und sein Bruder waren nur zwei der fast 800.000 Kinder, die zwischen 1949 und 1975 in deutschen Heimen lebten und hinter verschlossenen Türen Hunger, Gewalt, Vernachlässigung und Einschüchterung erleben mussten. Mittlerweile unterstützt auch der LVR Initiativen von Menschen, die Leid und Unrecht in Heimen der Jugend-und Behindertenhilfe erlebt haben.

Was ist Ihre Motivation, hier im Raum Aachen eine solche Initiative zu gründen?

Es ist eine Form der Bewältigung. Ich möchte Menschen helfen, denen es schlechter geht als mir. Die meisten Menschen mit derartig traumatischen Erfahrungen haben es nicht leicht, befinden sich-auch finanziell- in unsicheren Lebenslagen, in denen Armut, Einsamkeit und Sucht große Themen sind. Es sind häufig  Menschen, die  Strukturen nicht gewöhnt sind und möglicherweise noch nie darüber gesprochen haben, was ihnen widerfahren ist. Wir bieten einen geschützten Raum an, in dem es möglich ist, sich zu öffnen mit all seinen Erfahrungen. Mittlerweile haben sich in NRW mindestens 3000 Menschen gemeldet, doch es gibt viele, die bislang im Hintergrund geblieben sind und ihre eigene Geschichte unterdrückt haben. Mittlerweile ist die betroffene Generation der Nachkriegsjahre 50 bis 70 Jahre alt. Das heißt, die Vorstellung rückt näher,  irgendwann wieder in ein Alters- oder Pflegeheim gehen zu müssen oder gar untergebracht zu werden  und dies schürt Ängste und weckt alte, unbewältigte Erinnerungen.


Anders als eine klassische Selbsthilfegruppe, die Fördermittel durch die Krankenkassen erhalten, wird Ihre Initiative vom LVR gefördert und sie haben sich Fachleute ins Boot geholt. An welcher Stelle ist dies wichtig?

Schon seit 2008 beschäftigt sich der LVR intensiv mit dem Schicksal der Heimkinder und hat wenig später auch eine Studie dazu herausgebracht. Neben den Entschädigungen werden wir als lokale Initiative unterstützt und wir haben die Möglichkeit, Fachleute und Experten mit ins Boot zu holen. So werden wir eng unterstützt vom Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Alsdorf-Herzogenrath-Würselen und wir haben die Möglichkeit, uns dort auch zu treffen. Seit Jahren schon bin ich aktiv in der Netzwerkarbeit, und ich bin froh, dass wir  z.B.  die flankierende Unterstützung von Frau Wessels und Herr Abelshausen haben, die  uns nach außen unterstützen und Kontakte herstellen. Auch Prof. Deller steht uns zur Verfügung als Supervisor, denn so eine Arbeit kann man nicht alleine machen.

Öffentlichkeitsarbeit ist immer wichtig, betont Lars Abelshausen, so werden wir z.B.  bei der VHS im Frühjahr 2021 einen Vortrag zu diesem Thema an zu bieten. Auch darüber kann man Menschen erreichen.


Wer kann sich an Sie wenden?

Alle die darüber mehr wissen wollen und ihre eigene Geschickte verstehen wollen. Wir helfen auch dabei, Ängste abzubauen und sich auf den Weg zu machen, Entschädigungen einzufordern. Dazu kann es z.B. notwendig sein, in alten Melderegistern zu suchen und alte Dokumente herbei zu schaffen, was teilweise auch sehr belastend sein kann. Ansonsten hilft es, immer wieder darüber zu reden.

Wer könnte das besser verstehen als wir, die wir es selbst erlebt haben?
Ist das Thema traumatischer  Heimerfahrungen denn mit der Nachkriegsgeneration wirklich beendet?

Nein, so ergänzt Ulla Wessels, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes .Auch  junge Menschen heute können die Heimerziehung und die weiteren Begleitumstände auch als sehr belastend und traumatisch erleben. Auch wenn es dazu noch keine Gruppe gibt: Ein  Austausch, wie dies von jungen Menschen heute erlebt wird, wäre sicherlich einmal sinnvoll.  

„Viele haben Sorge, als Eltern zu versagen“

Interview Solingen/Würselen Die fünf Kinder, die in Solingen mutmaßlich von ihrer Mutter umgebracht wurden, sind inzwischen beigesetzt worden. Ulla Wessels vom Kinderschutzbund wundert sich, dass niemand nach der Verantwortung der Väter fragt. Im Gespräch erzählt sie auch, was man tun kann, wenn es Anzeichen von Überforderung gibt. Von Kristina Toussaint

Ulla Wessels, Geschäftsführerin beim Kinderschutzbund in Würselen

Die in Solingen getöteten Kinder sind beigesetzt. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag mit. Gegen die 27-jährige Mutter, die sich nach der Tat vor einen Zug geworfen haben soll und dabei schwere Verletzungen erlitt, war Haftbefehl wegen fünffachen Mordes erlassen worden. Die Ermittler glauben, dass die alleinerziehende Mutter die Tat ein Jahr nach der Trennung von ihrem Mann in einem Zustand emotionaler Überforderung begangen hat.

Ulla Wessels ist Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes im Nordkreis und weiß, welche Aufgaben Familien bewältigen müssen. Kristina Toussaint hat mit ihr gesprochen.

Frau Wessels, die Solinger Familie war dem Jugendamt bekannt, es soll aber keine Warnzeichen gegeben haben. Können Sie das glauben?

Ulla Wessels: Vorab: Mir geht es überhaupt nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen, sondern darum, noch mal einen anderen Blick auf den Fall zu werfen. Wenn das Jugendamt sagt, da gab es keine Anzeichen für Gewalt, dann ist dort etwas nach innen losgegangen. Und wenn eine Mutter mit 27 sechs Kinder hat, im Alter von elf bis eins, dann ist diese Familie per se gefährdet. Ob es da Anzeichen von Gewalt gab oder nicht, ist völlig unerheblich. Eine funktionierende Familie mit drei kleinen Kindern hat schon große Aufgaben zu bewältigen. Eine 27-jährige Mutter mit alleiniger Verantwortung für sechs Kinder ist eine Gefährdung für alle.

Wieso wurde dann nicht erst recht verstärkt an die Familie herangetreten?

Wessels: Das ist für mich unverständlich. Aber wie gesagt will ich niemandem Schuld zuweisen. Vielmehr stelle ich mir die Frage: Es gibt drei Väter zu den Kindern – Wo sind die? Und wie wird eigentlich Vaterschaft in unserer Gesellschaft gelebt und wahrgenommen? In den Medien wird sie alleine aus biologischer Sicht thematisiert – klar, zu den Kindern gibt es Väter. Aber wo ist die soziale Vaterschaft?Erleben Sie Väter in getrennten Familien häufig als abwesend?Wessels: Ich bin nicht der Auffassung, dass Väter grundsätzlich abwesend sind. Im Gegenteil: Ich erlebe, dass sie sich sehr viel Mühe geben, den Kontakt zu ihren leiblichen Kindern zu erhalten nach Trennungen, sich bemühen, Erziehungsverantwortung wahrzunehmen. Und dass es da große Hürden zu überwinden gibt zwischen den getrennten Elternteilen. Aber medial tauchen die Väter nicht auf. Und dadurch werden immer wieder alte Muster bedient: ‚Die Frauen sind für die Kindererziehung zuständig, die Frauen geraten in Überforderungen.’

Brauchen Familien mehr Unterstützung als früher?

Wessels: Grundsätzlich kann man schon sagen, dass Erziehungsschwierigkeiten zugenommen haben. Als Träger von einer Kindertageseinrichtung, einer offenen Ganztagsschule, einem Stadtteilbüro erleben wir schon, dass Erziehungskompetenzen nachlassen – aber auch, dass der Druck größer wird, vor allem der wirtschaftliche Druck. Corona hat es sicherlich nicht einfacher gemacht für die Familien. Es gibt auch Familien, die nehmen keine Hilfe an, zum Beispiel, weil sie nicht offen machen möchten, dass sie hilfsbedürftig sind. Wir als freie Träger haben da vielleicht noch einen einfacheren Zugang als das Jugendamt.

Welche Möglichkeiten haben Sie da als Kinderschutzbund?

Wessels: Wir versuchen, sehr niedrigschwellig zu arbeiten. Wir haben zum Beispiel in Würselen ein Stadttteilprojekt, wo wir Angebote machen für Mütter mit Babys im ersten Lebensjahr, kooperieren mit Schulen und machen pädagogische Mittagstischbetreuung. Da kommen wir an die Kinder und Familien ganz gut ran und bekommen Schwierigkeiten mit. Wir haben ein Familienpaten-Projekt, bei dem ehrenamtliche Mütter und Väter Familien unterstützen, die bedürftig sind. Wichtig ist, dass wir auch als Nachbarn oder Bekannte mehr hingucken und auch Angebote machen.

Wenn man das Gefühl hat, dass in einer Familie etwas im Argen liegt, wann und wie sollte man aktiv werden?

Wessels: Das ist immer schwierig, weil es natürlich eine Hemmschwelle gibt, solche Dinge zu benennen. Es gibt schon Leute, die bei uns anrufen und sagen „Ich hab da was beobachtet“, und dann kann man sich gemeinsam zusammensetzen und überlegen. Wenn es nicht um konkrete Anhaltspunkte für Gewalt geht, sondern zum Beispiel um Hinweise auf eine Überforderung, gilt es, das Gespräch zu suchen. Wenn wir so etwas in unseren Einrichtungen erleben, dann hören wir nach, was eigentlich los ist und ob es Hilfsbedarf gibt. Lieber einmal zu viel gefragt als einmal zu wenig

!Und was kann man als Elternteil tun, wenn man das Gefühl hat, einem wächst alles über den Kopf?

Wessels: Es gibt viele Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen. Ganz niedrigschwellig sind Familienzentren – also Kindertagestätten, die in ihren Räumlichkeiten Treffpunkte oder auch Beratung anbieten. Auch Eltern- und Erziehungsberatungsstellen sowie der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) sind kostenfreie Anlaufstellen in Krisen- und Überforderungssituationen. Ganz anonym sind die Telefonberatungen der Telefonseelsorge. Auch das Jugendamt ist eine probate Anlaufstelle, die über viele Möglichkeiten verfügt, Familienhilfe zu finanzieren. Und nur in schweren Vernachlässigungs- und Gewalt-Fällen Kinder in Obhut nimmt. Diese Angst versuchen wir den Eltern zu nehmen. Das Schwierige ist, sich zu öffnen. Die Sorge, als Elternteil zu versagen, spielt immer eine Rolle. Dabei ist das Leben mit Kindern immer eine große Herausforderung!

Kinder sind unantastbar

Jürgen von der Lippe, Dietmar Bär, ChrisTine Urspruch und viele andere Prominente unterstützen die Kinderschutzbund-Kampagne gegen sexualisierte Gewalt „Lügde, Bergisch Gladbach, Münster:

Die zahlreichen Fälle brutaler sexualisierter Gewalt in der letzten Zeit machen uns fassungslos“, sagt Ulla Wessels, die Geschäftsführerin des Würselener Kinderschutzbundes. „Deshalb wollen wir mit der der Kampagne ´Kinder sind unantastbar` ein deutliches Zeichen setzen“, so Jürgen Schulz-Wachler, der 1. Vorsitzende des OV Würselen, weiter. „Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist ein riesiges gesellschaftliches Problem, das wir gemeinsam angehen müssen.“

30 prominente Männer und Frauen unterstützen den Kinderschutzbund in Nordrhein-Westfalen bei dieser Kampagne. Dazu gehören die Schauspieler Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt, die Olympiasiegerinnen Ingrid Klimke und Ulrike Nasse-Meyfarth sowie NRW-Familienminister Joachim Stamp, Städteregionsrat Tim Grüttemeier und Ministerpräsident Armin Laschet.

Eine Liste aller beteiligten Prominenten finden Sie hier. „Außerdem verteilen wir Poster in Würselen. Darauf wird auf den ersten Blick ersichtlich, wie viele bekannte Männer und Frauen unser Engagement gegen sexualisierte Gewalt unterstützen“, sagt Ulla Wessels.

Die Idee wurde vom Ortsverband Würselen intitiert und gemeinsam mit dem Landesverband NRW umgesetzt.Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist ein Massenphänomen. Die Weltgesundheitsorganisation geht für Deutschland von einer Million Mädchen und Jungen aus, die sexualisierte Gewalt erlebt haben oder erleben. Statistisch gesehen sind das pro Schulklasse ein bis zwei betroffene Kinder.

„Wir alle müssen wachsam sein und darauf achten, wie es den Kindern in unserer Umgebung geht“, erklärt Ulla Wessels vom Kinderschutzbund in Würselen. Dazu gehören Verwandte und Bekannte genauso wie das Personal in Kitas, Lehrkräfte, Ärztinnen und Ärzte und die Polizei. „Was tue ich bei einem Verdacht auf sexualisierte Gewalt? Das müssen alle wissen, die mit Kindern arbeiten – und da gibt es noch viel zu tun“, betont Ulla Wessels. Wichtig sei es, mit seinen Wahrnehmungen nicht allein zu bleiben und sich von Fachleuten beraten zu lassen.


* 1. Zeile (v. l. n. r.)

Markus van Ahlen, Fußball-Profi und Jugendtrainer Bayer 04  Ulla Schmidt, Mitglied des Deutschen Bundestages  Klaus J. Behrendt, Schauspieler (Foto: Tatort – Straßen der Welt e. V.)  Sally Haas, Model und Musikerin  Martin Schulz, Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemals Präsident des Europäischen Parlaments (Foto: B. Engels)  Wolfgang Tillmans, Fotograf und Künstler (Foto: Sarah Bohn)  

  • 2.Zeile (v. l. n. r.)

Ulrike Nasse-Meyfarth, zweifache Hochsprung-Olympiasiegerin  Wilfried Schmickler, Kabarettist (Foto: Kreuzthal Kultur)  ChrisTine Urspruch, Schauspielerin (Foto: Jim Rakete)  Jürgen von der Lippe, Entertainer, Schauspieler, Moderator (Foto: André Kowalski)  Ingrid Klimke, Reitmeisterin und Olympiasiegerin (Foto: Lutz Kaiser, AGENTUR datenreiter)  Oliver Krischer, Mitglied des Deutschen Bundestages

  • 3. Zeile (v. l. n. r.)

Jürgen Escher, Fotograf (Foto: Selbstportrait)  Jan-Gregor Kremp, Schauspieler (Foto: A. Meister)  Stefan Bockelmann, Schauspieler und Moderator (Foto: Stefan Behrens)  Eva-Maria Voigt-Küppers, Mitglied des Landtags NRW (Foto: Johannes Kempen)

  • 4. Zeile (v. l. n. r.)

Dietmar Bär, Schauspieler (Foto: Tatort – Straßen der Welt e. V.)  Dr. Werner Pfeil, Mitglied des Landtags NRW und Präsident des Aachener Karnevalsvereins  Ute Lennartz-Lembeck, Künstlerin  Christian Lindner, Mitglied des Deutschen Bundestages und FDP-Vorsitzender

  • 5. Zeile (v. l. n. r.)

Catherine Vogel, Moderatorin (Foto: Esther Monhof-Vogel)  Christoph Spengler, Kirchenmusikdirektor und Dirigent (Foto: Sergej Lepke)  Manfred Leuchter, Musiker (Foto: Gina Faber)  Johanna Gastdorf, Schauspielerin (Foto: W. Salesski)  Kai Magnus Sting, Kabarettist und Schriftsteller (Foto: Harald Hoffmann)  Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW (Foto: MKFFI NRW/H. Severin)

  • 6. Zeile (v. l. n. r.)

Arunava Chaudhuri, Fernsehmoderator und Reporter (Foto: Jan Christoph Heinsch)  Dr. Heinz-Wilhelm Esser, Oberarzt für Innere Medizin und „Doc Esser“ im WDR Fernsehen (Foto: WDR/Herby Sachs)  Dr. Tim Grüttemeier, Städteregionsrat, Aachen (Foto: Holger Benend, SR Aachen)  Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes NRW (Foto: Land NRW/Ralph Sondermann)

Neue Schwimmkurse in den Herbstferien

Liebe Eltern – Liebe Kinder

Sie hatten versucht, Ihr Kind in den Sommerferien für einen unserer Schwimmkurse anzumelden. Leider standen dem Deutschen Kinderschutzbund, bedingt durch Corona, nur eine beschränkte Anzahl von Teilnehmerplätzen zur Verfügung und Ihr Kind konnte leider nicht teilnehmen.

Erfreulicherweise ist es uns gelungen, für die Dauer der Herbstferien 4 weitere Kurse anbieten zu können. Da sie auf unserer Warteliste der Kurse in den Sommerferien standen und leider nicht an diesen teilnehmen konnten, würden wir Ihnen gerne bevorzugt die Möglichkeit geben, sich zu einem Kurs in den Herbstferien anzumelden.

Diese finden während der gesamten Herbstferien (12.10.20 – 23.10.20) von Montag bis Freitag statt. Die Kurse sind entweder von 8 Uhr bis 9 Uhr oder von 9 Uhr bis 10 Uhr.

Der entsprechende Kurs ist für Ihr Kind in den Herbstferien – so wie auch die Kurse während der Sommerferien – kostenlos.

Wenn Sie daran interessiert sind, dass Ihr Kind schwimmen lernt und Sie dies auch zeitlich einräumen können, dann lassen Sie uns bitte beigefügte Anmeldung bis zum 15.09.20 per Mail oder Post zukommen. Bis zum 15.09.20 ist der Platz für ihr Kind reserviert. Spätere Anmeldungen können leider nicht berücksichtigt werden, der Platz wird sofort danach an ein anderes Kind weitergegeben (es besteht eine sehr hohe Nachfrage).

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an mich oder meine Kollegin Laura Keller wenden.

Schöne Grüße und ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen!

Lars Abelshausen

PS Die Schwimmkurse wurden durch eine Spende des https://carolina.lions-aachen.de/ Club erst möglich. Danke

Kurse im Aquana : Schwimmen liegt im Trend

Von Siegfried Malinowski

Würselen: Während sich draußen noch eine lange Menschenschlage bildet, um möglichst bald ein kühles Bad im Würselener Aquana zu genießen, sind drinnen bereits zwölf Kinder im Spaßbad und lernen das Schwimmen.

Die fünf- bis Achtjährigen stehen kurz vor Abschluss ihrer Ausbildung, die sie mit organisatorischer Hilfe des Deutschen Kinderschutzbundes erhalten haben. Am ersten Freitag im August haben sie ihr „Seepferdchen“ oder das „bronzene Schwimmabzeichen“ erlangt. Möglich machte das der Ortsverband des DKSB, in dem sich die Ortsgruppen Würselen, Herzogenrath und Alsdorf vereinigt haben.

An diesem vorletzten Kurstag hat Lars Abelshausen Dienst und beobachtet die Kinder, die mit einem „Mordsspass“ bei der Sache sind. Abelshausen, ist froh, dass sich in den Ferienkursen insgesamt 44 Kinder der Schwimmausbildung unterzogen haben. „Wir hätten auch 100 Kinder nehmen können, aber die Sicherheit hat in dieser Coronazeit natürlich Vorrang“ sagt der Pädagoge.

Foto: Siegfried Malinowski

Zehn Lerneinheiten haben die Kinder in zweiwöchiger Ausbildung vermittelt bekommen. An diesem Tag sind die Rettungsschwimmer Anke Möller (DLRG) und ihr Kollege Stefan Hummel mit den Übungen im Aquana betraut. Lars Abelshausen ist froh, dass man für die Finanzierung des Projektes die ARD-Fernsehlotterie gewinnen konnte. Dort hatte man sich beworben und war hoch erfreut, dass man aus dem Topf der Bewerber gezogen wurde. Auch dem Herzogenrather Stadtsportbund als Sponsor und der Würselener Tafel dankt der Kinderschutzbund. Schließlich hatte die Tafel sich für den Unterricht jener Kinder stark gemacht, die aus finanziellen Gründen hinten anstanden.

„Wir verfolgen mit den Schwimmkursen vor allem drei Ziele“, erläuterte Lars Abelshausen. Zunächst sei es wichtig, den Kindern eine mögliche Angst vor dem Element Wasser zu nehmen. Dazu kommt die Auszeichnung, das Seepferdchen, zu erhalten oder auch – wie es in diesem Sommer insgesamt zehn Kinder schafften – sich für das Bronzene Schwimmabzeichen zu qualifizieren.

„Wir haben gerade in diesem Jahr eine Riesennachfrage nach unseren Kursen“, merkt Abelshausen stolz an. Leider müsse man deshalb Wartelisten führen. Möglicherweise profitieren davon dann die Bewerber, die in den Herbstferien die nächsten geplanten Kurse belegen.

Einer der Ausbilder, Stefan Hummel, lobt die hohe Bereitschaft der Kinder, das Schwimmen zu lernen. „Erstmal haben sie ja oft Angst vor Wasser, die wir den Kindern über einen Vertrauensaufbau zu nehmen versuchen“, erklärt Hummel als professioneller Rettungsschwimmer. Dabei vermittelt er ebenso wie seine Kollegin Anke Möller die Wege von der Grob- zur Feinmotorik, bringt den Kindern die Koordination von Beinen und Armen bei und zeigt ihnen in vor allem spielerisch angelegten weiteren Schritten, wie man durch das Wasser gleitet.

Oft seien gerade die jüngeren Kinder noch sehr verspielt. Aber gerade auf spielerischem Niveau wird ihnen auch die Ausbildung beigebracht. „Wir beobachten in den letzten Jahren auch verstärkt den Zulauf von Kindern zu den Schwimmbädern und auch zu Schwimmvereinen“, erkennt Lars Abelshausen eine neue Hinwendung zu einer der gesündesten Sportarten. Das war vor Jahren noch anders. Zwar kämpfe man auch heute noch mit der Konkurrenz durch die Neuen Medien. Aber es ist auch mehr und mehr erkennbar, dass „Schwimmen im Trend liegt“. Auch Vereine und Schulen haben das mit Freude registriert.